{"id":147,"date":"2016-12-19T21:09:55","date_gmt":"2016-12-19T21:09:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stanjko.at\/wordpress\/?page_id=147"},"modified":"2020-02-05T22:13:14","modified_gmt":"2020-02-05T22:13:14","slug":"themen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.domisil.at\/wordpress\/?page_id=147","title":{"rendered":"Themen"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: left;\">Bestandsarchitektur<\/h2>\n<p>Jedes Geb\u00e4ude erz\u00e4hlt uns eine Geschichte. Indem wir es ver\u00e4ndern, schreiben wir einen Teil dieser Geschichte mit \u2013 als Eigent\u00fcmerIn, als NutzerIn, als PlanerIn, als HandwerkerIn. \u00a0Der Geb\u00e4udebestand ist unser baukulturelles Erbe und viele Geb\u00e4ude sind Teil unserer eigenen, pers\u00f6nlichen Geschichte. Wird ein Geb\u00e4ude abgebrochen, ist es f\u00fcr die Nachwelt f\u00fcr immer verloren.<\/p>\n<p>Als Architektin ist es mir ein gro\u00dfes Anliegen, respektvoll mit dem Bestand umzugehen und ihn zeitgem\u00e4\u00df zu nutzen. Die Erhaltung und Verbesserung des Geb\u00e4udebestandes spielt auch eine ganz wesentliche Rolle f\u00fcr die L\u00f6sung der \u00f6kologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Barrierefrei<\/h2>\n<p>Hinsichtlich Barrierefreiheit liegt der Bestand oft weit hinter den Qualit\u00e4ten von Neubauten zur\u00fcck. Selbst mit baulichen \u00c4nderungen kann nicht immer eine vollst\u00e4ndige Barrierefreiheit erreicht werden. In diesem Fall wird die bestm\u00f6gliche L\u00f6sung gesucht und es gibt viele M\u00f6glichkeiten, auch im Bestand die Barrierefreiheit wesentlich zu verbessern. Da Normen und andere Richtlinien im Bestand nicht immer vollst\u00e4ndig eingehalten werden k\u00f6nnen, sind kreative L\u00f6sungen gefragt.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Mini &amp; Mikro<\/h2>\n<p>Ich besch\u00e4ftige mich seit Jahren mit dem Thema Mini- und Mikrowohnungen und bin \u00fcberzeugt, dass auch mit wenig Platz sehr hohe r\u00e4umliche Qualit\u00e4ten geschaffen werden k\u00f6nnen. Gerade im urbanen Raum kann damit sicher ein wesentlicher Beitrag zur Minderung der hohen Wohnungsnachfrage geleistet werden, wenn man es wagt von g\u00e4ngigen Wohnvorstellungen abzuweichen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">\u00d6ko? Bio? Nachhaltig? Was bedeutet das f\u00fcr den Bestand?<\/h2>\n<p><strong>Sanieren \u2013 thermisch \/ energetisch:<\/strong> Unsanierte Bestandsbauten verbrauchen im Vergleich zu Neubauten oft ein Vielfaches an Energie. Dieser Verbrauch kann durch gut geplante Ma\u00dfnahmen deutlich reduziert werden. Einerseits durch eine Verbesserung der Geb\u00e4udeh\u00fclle, wie das D\u00e4mmen von Bauteilen oder die Sanierung bzw. den Tausch von Fenstern. Andererseits durch technische Ma\u00dfnahmen, wie den Einsatz smarter Steuerungssysteme, das Installieren von L\u00fcftungsanlagen, die Erneuerung der Haustechnik und den Einsatz erneuerbarer Energien. Im Bestand gibt es meist keine einfachen Antworten, da die Vielzahl von unterschiedlichen Objekten auch sehr individuelle Ans\u00e4tze fordert. Es ist sinnvoll, bereits in fr\u00fchen Planungsphasen gemeinsam mit Bauphysik- und Haustechnikb\u00fcros auf das jeweilige Objekt abgestimmte L\u00f6sungen zu erarbeiten.<\/p>\n<p><strong>Material \/ Design:<\/strong> Eine weitere wichtige Rolle spielt die Wahl der Materialien und das Design. Es ist mir ein Anliegen, m\u00f6glichst langlebige Produkte und Materialien zu verwenden. Diese sollten \u00f6kologisch produziert sein und keine Schadstoffe enthalten. \u00dcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum betrachtet, entpuppen sich billige Produkte oft nicht als die g\u00fcnstigere L\u00f6sung, wenn diese nach einigen Jahren wieder getauscht werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Zuerst planen, dann bauen:<\/strong> Klingt eigentlich logisch, oder? Ich stelle allerdings immer wieder fest, dass, sobald der Entschluss zu Bauen gef\u00e4llt ist, alles m\u00f6glichst rasch gehen soll. \u00c4nderungen in sp\u00e4teren Planungsphasen oder w\u00e4hrend des Bauens f\u00fchren oft zu hohen Mehrkosten und unn\u00f6tigem Ressourcenverbrauch. W\u00e4hrend zu Beginn der Planung noch viele M\u00f6glichkeiten offenstehen, reduzieren sich diese w\u00e4hrend des Projektverlaufs immer weiter. Meine Empfehlung ist daher, sich ausreichend Zeit f\u00fcr die Planungsphase zu nehmen, um die beste L\u00f6sung f\u00fcr Ihr Projekt zu finden.<\/p>\n<p><strong>Ressourcen im Bestand:<\/strong> Gerade aus \u00f6kologischer Sicht ist mir die Erhaltung des Bestandes ein besonderes Anliegen. In Bestandsgeb\u00e4uden sind Ressourcen gebunden, die nicht neu produziert werden m\u00fcssen. Ein sorgf\u00e4ltiger Umgang mit diesen Ressourcen in Form von regelm\u00e4\u00dfigen Wartungs- und Erhaltungsma\u00dfnahmen kann die Lebensdauer eines Geb\u00e4udes erheblich verl\u00e4ngern. Durch gute Planung k\u00f6nnen auch Leerst\u00e4nde aufgewertet und einer neuen Nutzung zugef\u00fchrt werden.<br \/>\nBestandsgeb\u00e4ude befinden sich in bereits erschlossenen Gebieten mit entsprechender Infrastruktur, die genutzt werden kann. Die Nachverdichtung des Bestandes ist\u00a0ein ganz wesentliches \u00f6kologisches Thema um den Fl\u00e4chenverbrauch und die damit einhergehende Bodenversiegelung zu reduzieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bestandsarchitektur Jedes Geb\u00e4ude erz\u00e4hlt uns eine Geschichte. 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